2010 geht zuende. es wird in die subkulturgeschichte eingehen als das jahr, in dem der hipster starb.
standesgemäß wurde er in röhrenjeans und karohemd beerdigt, im jutebeutel seine übergroße brille. so schrieben es die magazine in milder trauer, nachdem sogar dov charney, der CEO von american apparel, den untergang des stils, den er in den nullerjahren geprägt, ja herausgefordert hatte, nüchtern mit "hipster is over." kommentierte.
aber statt mit dem eigenen schiff unterzugehen, sattelte er vereint mit einer ganzen subkultur um und zusammen feiern sie nun die rückkehr des preppy-chick.
lasst uns alle gemeinsam segeln gehen!
Trotz meiner anti-Haltung gegen diese anti-konformen uniformen, kann man ihren einfluss nicht bestreiten.
was vom hipstertum übrig bleibt? das strickjäckchen darf bleiben, in cognac oder karomuster. passend zu chinos und allerlei anderen stoffhosen. aus den überlangen röhren scheinen wir rausgewachsen und so wandert die hosenbeinlänge immer weiter nach oben. außerdem behalten ich und einige schlecht-gucker sicher unsere nerd-brillen in abgeschwächter form, fast schon ernst gemeint. dazu geflochtene haare und gürtel. das weiße unisex t-shirt von besagter indie-firma wird einfach dunkelblau oder rot eingefärbt und drüber kommen pullunder oder weste.
ich galube nicht, dass der hipster tot ist. er hat sich umgestylt. im geist aber gleich, um den selben göttern zu frönen. und deshalb auch von außen verwandt.
in der uni konnte ich mit erstaunen beobachten, dass ein gewisser freund, seines zeichens zu groß geratener ganztags-heavy-metaller mit langen haaren, plötzlich in polohemd und passendem v-auschnitt-pullover neben mir saß. und so ungewollt ein kleines bisschen zum neuen hipster der 10er jahre, dem prepster wurde.
beeinflusst von all dem werdet ihr an mir sicher ein mischmasch dieser stile sehen, die ich mit einem nicht zu leugnenden, amüsierten interesse lieber von außen beobachtet. wenn es endlich losgeht. den ersten film meiner neuen analogen lomography-fisheye-kamera habe ich soeben zum entwickeln gebracht, was wohl auch eher ein trend der unangepasst retromodernen hipster war.
2010 geht zuende. es wird in die subkulturgeschichte eingehen als das jahr, in dem der hipster sich umzog.
spongebob muss es wissen. it's hip to be square.
ach und ist electro das neue indie??
AntwortenLöschenDu solltest wissen, dass ich die Polos nur trage weil ich als Westdeutscher einfach so unfassbar reich bin dass ich mir ständig neue kaufen muss und Metalshirts einfach nicht teuer genug und obendrein in meinem Yachtclub nicht anerkannt sind. Außerdem heißt es nicht Prepster, sondern Präp-Star!
AntwortenLöschenich entschuldige mich hiermit feierlich bei allen verkannten reichen dieser welt. und bei tim.
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