Samstag, 15. Januar 2011

die nacht: i used to wait

vor etwa einem jahr beschloss ich, dass es zu spät war.
ich sah den vollbesetzten zug der neuen jeanshemdgeneration an mir vorbeiziehen und beschloss, den gedanken im hinterkopf - nun ja, eher frontal -, dass es ein eher kurzes vergnügen werden würde, nicht aufzuspringen. seitdem wollte ich diese sache aussitzen. kein nachzügler sein. das bedeutete verzicht. und pullis über meinen kurzpuffärmeljeanshemd als substitution.
aber die großstadtcowgirls verschwinden einfach nicht. immer überall hämisch hängende klassische jeanshemden. die sache endete vor kurzem bekanntlich vorerst in einen schwarzgrauen kompromiss.

einige monate später machte ich mir gedanken über das spitzen-aufgebot in unseren liebsten modesupermärkten und entschied, es bei einem wunderschönen cremefarbenen minikleid mit goldreißverschluss zu belassen. ich ging davon aus, dass sich auch hier weitere investitionen nicht lohnten, weil ich viel zu schnell von eben solchen kurzweiligen spitzfindigkeiten gelangweilt bin. was für weitere spitzen käufe (ah, das wortspiel ist aber auch so einladend, ich kann nicht aufhören) die verbannung in die kommode bedeutet hätte. aber auch dieser trend scheint hartnäckiger als gedacht. immer noch spitze und häkel in rauen mengen. lass es nun spiegelneurone sein oder gewöhnung. eine klitzekleine cremeweiße strumpfhose musste es gestern doch sein. zu babybells nervlicher überanspruchung oder belustigung war ich zuvor schon mehrere wochen zweifelnd um sie herumgetigert. gestern war ich soweit, zuzulassen. am abend dann auch ziemlich zufrieden mit dem ergebnis.



ach, und dann hab ich mir noch überlegt: ich brauche eine jeansweste.
nur woher...

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